Ärzte als Bombenattentäter
Die SS lässt grüßen
Kommentar
Zum Nutzen der Kranken, frei von jeder Übeltat, soll ein Arzt sein Handwerk ausüben. So will es der Hippokratische Eid, der noch heute als Kern ärztlicher Ethik bewertet werden kann.
Feinde jedes Mediziners sind der Tod und das menschliche Leiden. Unvorstellbar für einen wahrhaften Arzt - das Wort bedeutet oberster Heiler - beides absichtlich herbeizuführen. Es ist die Perversion des wohl edelsten Berufes, den wir kennen.
Es hat immer wieder Ärzte gegeben, die sich dieser Perversion schuldig gemacht haben, die die "unsichtbare Flagge" der Humanität, wie sie der Kriegschirurg und Schriftsteller Peter Bamm selbst über den blutigsten Schlachtfeldern wehen sah, niederrissen. Wie Josef Mengele, der Arzt von Auschwitz, der 40 000 Menschen ins Gas schickte und Experimente an Kindern vornahm, die zu beschreiben sich die Feder sträubt. Mengele tat dies im Dienst einer mörderischen Ideologie, die Außenstehende zu "unwertem Leben" erklärte.
Auch der militante Islamismus, jene bösartige Mutation des friedfertigen Islam, vermag derartige Ärzte hervorzubringen, wie das britische Exempel zeigt. Wer als Mediziner bereit ist, Unschuldige im Namen seines Glaubens verbrennen und zerfetzen zu lassen, ist Mengeles Bruder im Geiste. Osama Bin Ladens Stellvertreter Ayman al-Zawahiri, Drahtzieher weltweiter Massenmorde, ist ebenfalls Arzt.
Der militante Islamismus teilt die Welt nicht nur in Dar al-Islam und Dar al-Kufr, in die Gebiete der Gläubigen und der Ungläubigen auf. Er zieht daraus auch die Konsequenz, die ganze Welt zumKriegsgebiet - Dar al-Harb - zu erklären, und setzt im Zuge des Dschihad alle humanen und barmherzigen Gebote seiner eigenen Religion außer Kraft.
Die SS lässt grüßen.




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