"Ein Signal des Papstes, das zur Liebe ermutigt"
"Ich empfinde es als ein sehr schönes und wichtiges Signal, daß Papst Benedikt XVI. seine erste Enzyklika der Liebe widmet. Es ist gut, daß wir heute darauf hingewiesen werden, was das wichtigste Wort über den Menschen meint: daß die Liebe Leib, Geist und Seele betrifft. Die Liebe drückt zugleich die größte Sehnsucht des Menschen aus. Sie wird dabei nicht eng geführt auf nur einen Bereich. Sie soll ganzheitlich, auf den ganzen Menschen bezogen, verstanden werden.
Der Papst beschreibt den Menschen als ein Wesen, das von Gott geliebt ist. Und weil das so ist, ist der Mensch offen für die Liebe und kann sie weitergeben. Liebe drängt immer dazu, sich auszuweiten auf andere. Liebe ,nur für sich' wäre Egoismus. Die Liebe hat das Wohl des anderen im Blick. Sie ist nie ein nur technischer Vollzug. Sie ist letztlich der Schlüssel, mit dem wir Menschen Leib, Seele und Geist zur Einheit bringen. Die Liebe ist auch der Motor unseres karitativen Handelns. Auch hier geht es nicht einfach um eine praktische Beseitigung menschlicher Not. Es geht um echte Zuwendung, die den ganzen Menschen meint.
Für mich ist diese erste Enzyklika Benedikts XVI. auch ein Text, der Mut zum Handeln macht. Er ermutigt zur Liebe, auch wenn wir angesichts der Größe des Elends in der Welt mutlos werden könnten. Ich bin davon überzeugt: Wenn alle Menschen den Inhalt dieser Enzyklika beherzigen, wird es im Leben des einzelnen und im Leben der Gesellschaft heller."




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