Österreich gibt nach - EU stimmt für Beitrittsverhandlungen mit der Türkei
LUXEMBURG. In buchstäblich letzter Sekunde haben sich die EU-Staaten und die Türkei auf das Mandat zur Aufnahme von Beitrittsverhandlungen geeinigt. Die Regierung in Ankara teilte gestern abend mit, sie akzeptiere einen von den 25 EU-Staaten ausgehandelten Kompromiß. Der türkische Außenminister Abdullah Gül machte sich noch am Abend auf den Weg nach Luxemburg, um dort die Verhandlungen mit den EU-Ressortchefs formell zu eröffnen.
Lange Zeit hatte es so ausgesehen, als würden die EU-Staaten eine Einigung auf das Verhandlungsmandat verfehlen. Nach einem Verhandlungsmarathon lenkten Österreich und Zypern dann aber ein. Vor allem die Regierung in Wien hatte eine Einigung lange Zeit blockiert. Auch Kroatien kann auf einen baldigen Beginn von EU-Beitrittsverhandlungen hoffen, weil es eine wichtige Bedingung der EU erfüllt. Laut Uno-Chefanklägerin Carla Del Ponte arbeiten die kroatischen Behörden "seit einigen Wochen" vollständig mit dem Uno-Kriegsverbrechertribunal zusammen.




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