Der zur Verbrennung nach Bremerhaven gebrachte Müll aus Neapel wird derzeit vom Umweltschutzamt auf Gift untersucht.
BREMERHAVEN/NEAPEL. Der zur Verbrennung nach Bremerhaven gebrachte Müll aus Neapel wird derzeit vom Umweltschutzamt auf Gift untersucht. Es sei eine Probe entnommen worden, sagte gestern ein Sprecher des Bremer Umweltressorts. Das Ergebnis werde nächste Woche vorliegen.
Bei den rund 30 000 Tonnen Abfall, die wegen fehlender Mülldeponien in Italien nach Bremerhaven gebracht werden, handele es sich um reinen Hausmüll. "Der Abfall wurde bereits von den italienischen Behörden und von der Verbrennungsanlage überprüft", betonte der Sprecher. "Es handelt sich um eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme."
Zur Beseitigung der Müllberge in Neapel und Umgebung werden täglich 1500 Tonnen Abfall nach Deutschland transportiert. Jeden Tag würden zwei Güterzüge mit Hausmüll aus der italienischen Region Kampanien nach Cröbern bei Leipzig und Bremerhaven fahren, zitierte die "Süddeutsche Zeitung" einen Manager der italienischen Transportgesellschaft Ecolog.
Die Westsächsische Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft sowie die Remondis AG verdienen nach Angaben von Branchenkennern bis zu 200 000 Euro am Tag mit diesen Transporten. 2007 wurden laut Bundesumweltamt etwa 18 Millionen Tonnen Müll nach Deutschland importiert.














