Wegen des Geburtenrückgangs weniger Ausbildungsverträge
Die geburtenschwachen Jahrgänge der frühen 1990er-Jahre sind auf dem Ausbildungsmarkt angekommen: 2008 ging die Zahl der neu unterzeichneten...
Frankfurt/Main. Die geburtenschwachen Jahrgänge der frühen 1990er-Jahre sind auf dem Ausbildungsmarkt angekommen: 2008 ging die Zahl der neu unterzeichneten Ausbildungsverträge gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent auf rund 610 800 zurück, wie das Statistische Bundesamt gestern in Wiesbaden nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte.
In Ostdeutschland betrug der Rückgang sogar 10,8 Prozent auf rund 112 300. "Hier zeigt sich die demografische Wende", erklärte Rotraut Kellers vom Statistischen Bundesamt. Im Westen stieg die Zahl um 0,1 Prozent auf rund 498 500 leicht an.
Für das laufende Jahr erwartet die Bundesagentur für Arbeit (BA) einen weiteren Rückgang der registrierten Bewerberzahlen. Schon im März 2009 waren es 17,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie BA-Sprecherin Ilona Mirtschin der Nachrichtenagentur AP sagte. Neben der ohnehin niedrigeren Zahl der Schulabgänger streben nach ihrer Einschätzung womöglich viele Jugendliche wegen der Krise zunächst höhere Schulabschlüsse an.
Wegen der Wirtschaftskrise wird nach Einschätzung der BA aber auch das Angebot an Ausbildungsstellen sinken. Im März 2009 waren demnach 7,4 Prozent weniger freie Plätze gemeldet als im Vorjahresmonat.
Im vergangenen Ausbildungsjahr, das bei der Bundesagentur immer von Oktober bis einschließlich September gerechnet wird, waren erstmals seit 2000/2001 mehr Ausbildungsplätze angeboten worden, als Bewerber registriert waren. Nicht eingerechnet waren dabei allerdings die sogenannten Altbewerber, die bisher keinen Ausbildungsplatz bekommen hatten.



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