Scharfe Regeln
Union: Manager sollen mehr Verantwortung übernehmen
Nach der SPD macht sich auch die Union für schärfere Regeln für Manager stark. Im Vorfeld weiterer Beratungen mit dem Koalitionspartner kommende Woche habe sich die CDU/CSU-Fraktion auf weitere Maßnahmen verständigt, sagte gestern Fraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU).
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Berlin. Nach der SPD macht sich auch die Union für schärfere Regeln für Manager stark. Im Vorfeld weiterer Beratungen mit dem Koalitionspartner kommende Woche habe sich die CDU/CSU-Fraktion auf weitere Maßnahmen verständigt, sagte gestern Fraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU). Vorstände sollten bei Schadenersatz für Managementfehler eine Eigenbeteiligung übernehmen. "Wer mit seinem Privatvermögen einen Teil des Schadens übernehmen muss, wird mehr Obacht bei der Unternehmensführung geben", sagte Bosbach. Über die Höhe des Selbstbehaltes gebe es noch keine Vorstellungen. Er sehe aber gute Einigungschancen in diesem Punkt mit der SPD. Die hatte sich selbst schon dafür ausgesprochen, dass Manager bei ihrer Haftpflichtversicherung für Managementfehler eine Eigenbeteiligung übernehmen.
Kommenden Donnerstag wollen sich Union und SPD abschließend auf die neuen Regeln für Manager und Aufsichtsräte einigen. Dann könne das Gesetz noch im Mai vom Bundestag beschlossen werden, sagte Bosbach. Der Regierungsentwurf sieht eine angemessene Vergütung vor, die bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten auch gekürzt werden kann. Aktienoptionen für Vorstände sollen erst nach vier statt nach zwei Jahren eingelöst werden können. Für zu hohe Vergütungen haftet künftig der Aufsichtsrat.
Deshalb will die Union auch die Boni für Manager erst nach fünf Jahren bzw. nach Vertragsende auszahlen lassen. Die Union will außerdem erreichen, dass Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften ein "Missfallensvotum" zu den Gehältern des Vorstands abgeben können. Zudem sollen Vorstände nicht sofort in den Aufsichtsrat wechseln können, sondern eine "Abkühlungsphase" von drei Jahren einlegen müssen. Von der Drei-Jahres-Regel wolle die Union allerdings Familienunternehmen ausnehmen, betonte Bosbach.




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