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Deutschland

Deutsche Tsunami-Bojen verschwunden

Das System soll die Einwohner Indonesiens vor einer möglichen Springflut beschützen, doch kurz vor seiner Inbetriebnahme sind mehrere Bojen des...

Singapur. Das System soll die Einwohner Indonesiens vor einer möglichen Springflut beschützen, doch kurz vor seiner Inbetriebnahme sind mehrere Bojen des Tsunami-Frühwarnsystems gestohlen worden. Damit ist das insgesamt 45 Millionen teure Tsunami-Frühwarnsystem, das mit deutscher Hilfe entwickelt wurde, nicht voll funktionsfähig.

Nach einem Bericht des ARD-"Weltspiegels" sind von den sieben Bojen, die auf dem Meer Strömung und Wellenhöhe messen, vier verschwunden. Zwei weitere Bojen aus deutscher Produktion seien vorübergehend nicht lokalisierbar gewesen, jedoch wieder aufgetaucht. Insgesamt sind 23 Bojen geplant. Zehn davon werden aus Deutschland geliefert. Das System sei wegen der verschwundenen Bojen "noch nicht voll optimiert", sagte die Generaldirektorin der zuständigen Behörde für Meteorologie und Geophysik, Sri Woro Harijono, in dem Fernsehbeitrag. "Wir müssen eine Lösung finden. Aber wir wissen noch nicht, wie wir das machen sollen", sagte der für die Wartung zuständige Ingenieur Wayan Wira Yogantara. So machten Fischer auf hoher See ihre Boote an den Bojen mit hochsensiblen elektronischen Mess- und Kommunikationsinstrumenten fest, weil sich daran Muscheln ansiedelten, die Fische anzögen. Dabei würden die Bojen beschädigt.

Ursprünglich wollte Indonesiens Präsident Susilo Bambang Yudhoyono die Leitzentrale des Warnsystems morgen in Jakarta feierlich einweihen.HA

 

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