"Es fehlen Richter und Staatsanwälte"
Der Präsident des Deutschen Richterbundes, Christoph Frank, hat von der Politik im Zusammenhang mit Jugendstrafen erhobene Vorwürfe gegen die Justiz zurückgewiesen. Der Vorwurf, Richter und Staatsanwälte seien zu lasch, sei falsch, sagte Frank der "Bild"-Zeitung. "Intensivtäter im Gewaltbereich werden konsequent zu Jugendstrafen verurteilt." Aber die Gefängnisse seien zu voll. "Für Jugendarreste gibt es Wartezeiten bis zu sechs Monate." In Deutschland würden "rund 4000 Richter und Staatsanwälte" fehlen. Dies führe trotz größten Einsatzes der Justiz zwangsläufig zu längeren Verfahrenszeiten. "Dabei ist im Jugendrecht die schnelle Reaktion die beste Reaktion. Sie kann weitere Straftaten mit weiteren Opfern verhindern. Die Politik weiß das alles seit Jahren." Wenn dennoch nicht reagiert werde, würden die Auswirkungen für die Sicherheit der Bürger bewusst in Kauf genommen.



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