Montag, 13. Februar 2012, 17:08

Abendblatt als Startseite | Aboservice | E-Paper

www.abendblatt.de

  • E-Mail
  • Singles
  • Branchenbuch
  • Jobs Hamburg
  • Immobilien Hamburg
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Rechner
  • Ticket kaufen

Deutschland

Etwas mehr Frieden in der Welt

HEIDELBERG. Die Welt ist in diesem Jahr nach Ansicht von Konfliktforschern friedlicher geworden - rein statistisch betrachtet. Es gebe mehr Konflikte, die sich abschwächten, als Auseinandersetzungen, die eskalierten, sagte Lotta Mayer vom Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung. Das gestern veröffentlichte Konfliktbarometer des Instituts listet für 2007 weltweit sechs Kriege und 25 ernste Krisen auf. Damit sank die Zahl sogenannter hochgewaltsamer Konflikte von 36 im vergangenen Jahr auf 31.

Trotzdem verloren Tausende Kinder, Frauen und Männer auch in diesem Jahr bei blutigen Auseinandersetzungen ihr Leben. Insgesamt zählten die Forscher 328 Konflikte rund um den Globus, 130 davon waren gewaltsam. Als Kriege stuften sie Auseinandersetzungen im sudanesischen Darfur, in Somalia, auf Sri Lanka, in Afghanistan, im Irak und in Pakistan ein.

Gleichzeitig kritisierten die beiden großen Kirchen in Deutschland die weiter steigenden Rüstungsexporte. Die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) bemängelte in Berlin, dass Waffen und andere Rüstungsgüter in zahlreiche Länder geliefert würden, "in denen die Menschenrechte nicht gewährleistet sind". Die Genehmigungen für Einzel- und Sammelausfuhren von Rüstungsgütern beliefen sich im vergangenen Jahr laut GKKE auf insgesamt 7,7 Milliarden Euro.HA

 

Artikel versenden

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus