Zu wenig Sterbebegleitung
"Die Palliativmedizin ist extrem wichtig", sagt der Schmerzmediziner Wolfgang Sohn aus Schwalmtal (NRW), aber sie ersetze keine Lösung des Konfliktthemas: "Es kann nicht heißen: Palliativmedizin statt Sterbehilfe." Selbst bei idealer Ausstattung könne Schmerzmedizin nur bei etwa 90 Prozent der Patienten ein schmerzfreies Sterben ermöglichen. Zudem reiche das palliativ-medizinische Angebot nicht aus: "Je eine Million Einwohner werden in dem Bereich zehn Betten benötigt, derzeit haben wir zwischen sechs und acht", sagte Sohn. Von jährlich rund 800 000 Sterbenden bräuchten etwa 33 000 eine Sterbebegleitung. 10 000 davon würden stationär behandelt. Patientenverfügungen von Menschen, die sich unnötiges Leiden am Lebensende ersparen wollten, würden "regelmäßig von Ärzten aufgeweicht".



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