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Deutschland

Zeitungen protestieren gegen Ausspähung

Die Kontrolle von Briefen an vier Berliner Tageszeitungen durch die Bundesanwaltschaft ist auf scharfe Kritik gestoßen. Das Redaktionsgeheimnis müsse Vorrang vor staatlichen Ermittlungen haben, sagte der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), Michael Konken. Die Redaktion der "Berliner Zeitung" und der Chefredakteur der "Berliner Morgenpost", Carsten Erdmann, sprachen von einem "Angriff auf die Pressefreiheit". Die Fahnder hatten Briefe durchleuchtet und geöffnet. Grund war die Suche nach Bekennerschreiben der linksextremen "militanten gruppe" (mg), die am 18. Mai in Berlin zwei Polizeiwagen angezündet hatte. Der Verlag Axel Springer schließt rechtliche Schritte gegen die Ausspähung nicht aus. Von der Kontrollaktion waren die beiden Springer-Zeitungen "B.Z." und "Berliner Morgenpost" sowie die "Berliner Zeitung" und der "Tagesspiegel" betroffen. Auch der NDR berichtet, die Polizei hätte bei Ermittlungen gegen mutmaßliche Linksextremisten im Rahmen des G8-Gipfels Telefongespräche eines Mitarbeiters abhören lassen. Dies sei im Auftrag der Bundesanwaltschaft erfolgt. Es ging um den Verdacht der Bildung einer terroristischen Vereinigung.AP, dpa

 

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