Kommentar
Das ist sicher: Die norddeutsche Hochschul- und Forschungslandschaft ist doch besser als die in Uni-Ranglisten meist nur mittleren Platzierungen gern unterstellen. Göttingen darf sich jetzt sogar mit dem lukrativen Titel "Exzellenz-Universität" schmücken; und Hamburg hat beim bundesweiten Wettbewerb um Fördermillionen auch noch einen achtbaren Zuschlag eingeheimst. 34 Millionen Euro gehen in den nächsten fünf Jahren an die Klimaforscher. Damit wird Hamburgs führende Rolle auf diesem Gebiet bestätigt. Herzlichen Glückwunsch!
Uni ist "exzellent" - Jubel in Hamburg
Sie haben es geschafft - Klimaforscher exzellent
Schleswig-Holstein mit drei Projekten erfolgreich - der Osten geht leer aus
100 zusätzliche Wissenschaftler für Hamburger Klimaforschung
Wie Göttingen an die große Zeit des Nobelpreis-Wunders anknüpfen will
Doch der über diese Nachricht berechtigte Jubel sollte nicht den Blick auf die Wirklichkeit vernebeln. Zwar ist es ein Fortschritt, dass der Bund Extra-Fördermillionen in einem Wettstreit der Forschungsstandorte verteilt, doch sind damit die Probleme im Alltag nicht gelöst. Den Hochschulen fehlt es generell an Ausstattungskraft, um eine wachsende Zahl von Studenten zumutbar auszubilden. Spitzenforschung und gute Lehre gehören aber zwingend zusammen. Denn die viel beschworene "Exzellenz" soll ja auch der nächsten Generation noch nützen.




