Schäuble lenkt ein: 18-Jährige dürfen doch keine Waffen kaufen
BERLIN. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble will das Waffenrecht nun doch nicht lockern. Der CDU-Politiker nahm gestern seine Pläne zurück, wonach es jungen Sportschützen künftig schon ab 18 Jahren erlaubt sein sollte, großkalibrige Waffen zu kaufen. Der Vorstoß Schäubles war am Wochenende beim Koalitionspartner SPD, bei der Opposition, aber auch in den eigenen Reihen und der Polizei auf massiven Widerstand gestoßen. Europapolitiker bezeichneten es als "an den Haaren herbeigezogen", dass Schäuble auf eine Harmonisierung des EU-Rechts verwiesen hatte. In Europa gilt für den Waffenkauf zwar ein Mindestalter von 18 Jahren - die einzelnen Staaten dürfen aber strengere Regeln erlassen.
In Deutschland war die Altersgrenze vor fünf Jahren nach dem Amoklauf eines 19-Jährigen an einem Erfurter Gymnasium von 18 auf 21 Jahre heraufgesetzt worden.



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