Parteienforscher Walter hat sich für Göttingen entschieden
GÖTTINGEN. Der Streit um die Parteienforschung an der Universität Göttingen, der im vergangenen Jahr bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hatte, ist beendet. Lehrstuhlinhaber Professor Franz Walter bleibt in Göttingen. "Dazu habe ich mich nach Verhandlungen mit der Landesregierung entschlossen", sagte der Wissenschaftler am Freitag dem Abendblatt.
Walter (51) hatte Angebote anderer Hochschulen, zum Beispiel aus Nordrhein-Westfalen. "Dort hätte ich Forschung und Lehre sehr gut verbinden können, aber Niedersachsen hat dann die Forschungsperspektive für Göttingen erheblich verbessert", so Walter. Er erhalte jetzt deutlich mehr Geld für weitere Mitarbeiter.
Im Jahr 2005 hatte die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen der Göttinger Politikwissenschaft eine negative Bewertung erteilt und dies mit dem Fehlen jeglicher Schwerpunktbildung begründet. Für den Universitätspräsidenten Kurt von Figura hatte die Politikwissenschaft an der Göttinger Hochschule keine Perspektive mehr. Franz Walter, der durch zahlreiche Publikationen bekannt wurde und seit Jahren ein begehrter Interview-Partner der Medien ist, hatte die Kritik als ehrabschneidend zurückgewiesen und bundesweit Unterstützung von Intellektuellen erhalten.



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