Montag, 28. Mai 2012, 04:36

Abendblatt als Startseite | Aboservice | E-Paper

www.abendblatt.de

  • E-Mail
  • Singles
  • Branchenbuch
  • Jobs Hamburg
  • Immobilien Hamburg
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Rechner
  • Ticket kaufen

Deutschland

Zeitung: Däubler-Gmelin vergleicht Bushs Politik mit Hitlers Methoden

Berlin. Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) gerät unmittelbar vor der Bundestagswahl wegen Äußerungen zur Irak-Politik der USA unter Druck. Nach einem Bericht des "Schwäbischen Tagblatts" hatte sie bei einer Diskussion mit 30 Metallgewerkschaftern in Derendingen gesagt, Bush wolle mit einem Irak-Krieg vor allem von innenpolitischen Problemen ablenken. Sie wurde mit den Worten zitiert: "Das ist eine beliebte Methode. Das hat auch Hitler schon gemacht." Später habe sich die Ministerin noch einmal bei dem Blatt gemeldet und klargestellt: "Ich habe nicht die Personen Bush und Hitler miteinander verglichen, sondern die Methoden." Däubler-Gmelin sagte gestern zu dem Zeitungsbericht: "Ich habe das nicht gesagt, ganz einfach. Es ist verleumderisch und geradezu abwegig, mich in einen Zusammenhang mit einem Vergleich zwischen einem demokratisch gewählten Politiker wie dem Präsidenten der Vereinigten Staaten und Nazi-Größen zu bringen." Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sagte, er könne sich nicht vorstellen, dass die angebliche Äußerung so gefallen sei. Schröder: "Wenn jemand den amerikanischen Präsidenten mit Verbrechern vergleichen würde, hätte dieser keinen Platz in der Regierung." Die Zeitung blieb aber bei ihrer Darstellung. US-Präsidentensprecher Ari Fleischer bezeichnete die angeblichen Äußerungen als "empörend und unerklärlich". CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer sprach von einer "unglaublichen Entgleisung" der Ministerin. Dafür müsse sich Schröder bei Bush entschuldigen. CSU-Landesgruppenchef Michael Glos forderte, Däubler-Gmelin müsse zurücktreten.HA

 

Artikel versenden

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus