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Deutschland

Öko-Energie - einst belächelt, heute Vorreiter

FRANKFURT/MAIN. Deutsche Unternehmen aus der Öko-Energiebranche haben derzeit weltweit eine Spitzenposition. Die einst belächelte Branche steht plötzlich als Vorreiter zukunftsträchtiger Technologien da.

Unternehmen in "Hamburg, Husum, Thalheim und Freiburg sind die Stars in der Fertigung von Solarzellen, Windkrafträdern und Biokraftstoffanlagen", berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS). Die rot-grüne Bundesregierung habe die Branche gefördert, der große Durchbruch gelinge nun dank der weltweiten Debatte um den Klimawandel oder angesichts der Auseinandersetzungen um russische Öllieferungen. Ein Drittel der weltweit installierten Wasserkraft stamme von der Firma Voith aus Heidenheim, fast jede zweite Windkraftanlage und jede dritte Solarzelle würden hierzulande gefertigt. Und bereits 34 Prozent der Solarzellen gingen in den Export.

Das Exportvolumen der deutschen Öko-Energiewirtschaft sei von 500 Millionen Euro im Jahr 2000 auf sechs Milliarden Euro im vergangenen Jahr gestiegen, zitiert die Zeitung den Bundesverband Erneuerbare Energien. Ziel der Branche sei es, jährlich um zehn Prozent zu wachsen und 2010 etwa 120 Milliarden Euro umzusetzen - gegenwärtig seien es rund 16,4 Milliarden Euro. Aus zurzeit 170 000 Mitarbeitern sollten bis dahin 500 000 werden, schreibt die FAS.

Doch Bundesumweltminister Gabriel fürchtet schon, die US-Industrie könnte europäischen und deutschen Firmen wichtige Exportmärkte wegnehmen. "Europa muss sich sehr bemühen, nicht abgehängt zu werden", sagte Gabriel der "Financial Times Deutschland".

 

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