CO2: Wichtigstes Treibhausgas
Etwa zwei Drittel des von Menschen verursachten (antropogenen) Treibhauseffekts ist auf den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) zurückzuführen. Das Klimagas entsteht hauptsächlich bei der Verbrennung der fossilen Energieträger Gas, Öl und Kohle. Sie alle enthalten Kohlenstoff (C), der sich mit dem Luftsauerstoff (O2) zu CO2 verbindet. Am meisten CO2 wird bei der Verbrennung von Kohle frei, am wenigsten beim Einsatz von Gas. Der Verkehr ist in Deutschland die zweitwichtigste CO2-Quelle. Sein Anteil am Gesamtausstoß beträgt knapp 20 Prozent und ist etwa halb so groß wie der der Kraftwerke. Global entsteht weiteres CO2 bei Brandrodungen.
In der Atmosphäre ist Kohlendioxid nur in Spuren vorhanden. Seine natürliche Konzentration erreicht knapp 0,03 Volumenprozent oder 275 ppm (parts per million, die Maßeinheit für CO2). Seit der Industrialisierung stieg der CO2-Gehalt jedoch kräftig an. Inzwischen liegt er bei 383 ppm und gilt als Hauptursache des antropogenen Treibhauseffekts. Klimaforscher warnen, nur wenn die globale Durchschnittstemperatur bis 2050 um nicht mehr als zwei Grad ansteigt, wären die Folgen der Erwärmung halbwegs beherrschbar. Um dieses Ziel zu erreichen, dürfte der CO2-Gehalt 400 ppm nicht überschreiten. Das Umweltbundesamt hält es dazu für notwendig, den deutschen CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 und bis 2050 um 80 Prozent zu verringern.



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