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Deutschland

Öl-Stopp: Merkel wirft Putin Bruch des Vertrauens vor . . .

. . . Kanzlerin heizt Debatte um Ausstieg aus Atomkraft an

BERLIN. Die anhaltende Blockade russischer Öllieferungen wird zur Belastungsprobe für die Beziehungen zwischen der EU und Moskau. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso nannten es gestern inakzeptabel, dass sie über das Vorgehen nicht informiert worden seien. "Das zerstört immer wieder Vertrauen. Darauf kann sich keine wirklich vertrauensvolle Zusammenarbeit ungestört aufbauen", sagte EU-Ratspräsidentin Merkel.

Man werde den russischen Partnern und Weißrussland deutlich machen, "dass solche Konsultationen das Mindeste sind, wenn es Schwierigkeiten gibt", betonte Merkel nach einer gemeinsamen Sitzung des Bundeskabinetts mit EU-Kommissaren. Am 21. Januar trifft die Kanzlerin den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau.

Der Ausfall der Öllieferungen hat gleichzeitig die Atomdebatte in Deutschland neu entfacht. Kanzlerin Merkel wiederholte ihre Auffassung, dass Deutschland breit gefächerte Energieressourcen unter Einschluss der Atomkraft brauche. Während die CSU die Reaktoren so lange wie möglich weiterlaufen lassen will, pocht die SPD auf den vereinbarten Atomausstieg bis 2020.

 

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