Schülerschwund spart Milliarden
BERLIN. Die demographische Entwicklung in Deutschland wirft neue Fragen für die Bildungslandschaft auf. Wegen des Geburtenrückgangs könnten laut einer Studie der Prognos AG für die Bundesländer bald Milliardensummen aus dem Bildungssystem frei werden.
Laut "Welt am Sonntag" werden demnach bis 2020 die Schülerzahlen um zwei Millionen oder 17 Prozent gegenüber 2005 sinken. Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt fordert angesichts der zu erwartenden Zahlen an Studierenden einen neuen Ausgleich der Länder zur Finanzierung der Unis.
Die aus den Schülerzahlen resultierende "demographische Rendite" summiere sich auf 80 Milliarden Euro, Preis- und Lohnsteigerungen eingerechnet sogar auf fast 100 Milliarden Euro. Die Kultusminister befürchten, daß das Geld der Bildung entzogen und damit Haushaltslöcher gestopft werden.
Bundesweit steigen dem Bericht zufolge die jährlichen Einsparungen von 1,2 Milliarden Euro 2007 auf 13 Milliarden Euro im Jahr 2020.



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