Hamburg einig über Elternpflicht, mit Kindern zum Arzt zu gehen
In Hamburg gibt es einen breiten Konsens unter Bürgerschaftsparteien, Behörden und Familien-Organisationen für die Pflicht von Eltern, ihre Kinder von einem Arzt untersuchen zu lassen. Die Grünen haben laut GAL-Chefin Christa Goetsch bereits im April, knapp einen Monat nach dem Tod der kleinen Jessica aus Jenfeld, eine entsprechende Bundesratsinitiative Hamburgs gefordert. Inzwischen gibt es eine Initiative der Hamburger Behörde für Wissenschaft und Gesundheit, die alle neun Kinderuntersuchungen (U1 bis U9) vom ersten Monat bis fünften Lebensjahr zur Pflicht machen will. SPD, CDU und GAL unterstützen diese Initiative. "So kann die Entwicklung eines Kindes in den ersten Jahren lückenlos verfolgt und bei Problemen rechtzeitig reagiert werden", sagte Robert Heinemann, jugendpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion. Auch der Vorsitzende des Deutschen Familienverbandes Hamburg, Dietrich Schacht, sagte, so könnten Ärzte "Spuren von Vernachlässigung erkennen und handeln".



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