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Deutschland

Stammzellen statt Klonforschung

Kommentar

Eineinhalb Jahre haben sie gestritten, 70 Seiten haben sie formuliert, herausgekommen ist der schlichte Satz: Der Nationale Ethikrat verständigt sich auf die Empfehlung, das Forschungsklonen in Deutschland gegenwärtig nicht zuzulassen.

Was so lapidar klingt, ist das Ende des kategorischen Neins zum Verbrauch von menschlichen Embryonen für die Forschung. Doch es ist immerhin eine Position, die verhindert, dass verbrauchende Embryonenforschung in Deutschland jetzt beginnt, und sie kann verhindern, dass sie jemals startet.

Denn es gibt Alternativen zur Forschung an geklonten menschlichen Embryonen. Zu ihnen zählen Projekte mit Stammzellen, die jeder Mensch in seinem Körper trägt. Sie werden von international renommierten Stammzellforschern auch in Deutschland vorangetrieben und könnten den Weg zu ethisch unbedenklichen und weltweit leicht anwendbaren Stammzelltherapien ebnen.

Unter einer Voraussetzung: Die Bundeswissenschaftsministerin lässt ihrem Lob für den Beschluss des Ethikrates auch Taten folgen und unterstützt alternative Forschungen zum Klonen mit deutlich mehr Geld.

 

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