Was ist Glück?
Vielleicht liegt es ganz nah - das Wohl in der Familie
Glück ist nur individuell erlebbar, wer wüsste das nicht. Bedeutet es für manch einen Mann das höchste Glück, 22 Kerlen zuzuschauen, die 90 Minuten lang einem Ball hinterherhetzen, so schießen vielleicht Dopamin und Serotonin - die Glückshormone - vermehrt bei Frauen in den Blutkreislauf, wenn sie vor dem Schaufenster von Gucci stehen. Und Eltern und Schüler sind zuweilen überglücklich, wenn unter der Mathearbeit noch eine Vier steht.
Niemand kann allgemein verbindlich sagen, was Glück ist. Bereits in der Antike entwickelten Philosophen 288 Ansichten darüber. Heute, wo es Glücksforschungsinstitute gibt und Bücher, in deren Titel "Glück" vorkommt, ihre Verfasser zwar nicht glücklich, aber reich machen, bleibt zumindest eine profane Feststellung: "Glück ist das, was sich die Leute darunter vorstellen."
Nach einer Untersuchung der London School of Economics leben die glücklichsten Menschen im bitterarmen Bangladesch. Deutschland, in dem momentan so viel genörgelt wird, fand sich erst auf Platz 42 von 54.
Geld jedenfalls macht nicht glücklich, das sagen Arme wie Reiche. Vielmehr sind die Menschen am glücklichsten, die selten allein sind. Menschen, die sich nicht ständig mit anderen vergleichen, sondern die sich die Entwicklung ihrer Persönlichkeit und das Wohl ihrer Kinder, Partner und Freunde zum Ziel setzen.
Familie heißt die zeitgemäße Glücksformel. Vorbei die Zeiten, als Karl Valentins Aphorismus "Trauring, aber wahr" auf schenkelklopfende Zustimmung treffen konnte. Und auch Woody Allens "Die Ehe ist der Versuch, zu zweit mit den Problemen fertig zu werden, die man alleine nie hätte", ist hoffnungslos veraltet. Nur eines kann genauso glücklich machen wie das Familienleben, und das ist Schokolade.



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