Joschka Fischer und die Küsse voller Gift
Der frühere Außenminister Joschka Fischer (Grüne) hat den Einsatz von zwei Agenten des Bundesnachrichtendienstes (BND) während des Irak-Kriegs 2003...
Foto: DDP
Berlin. Der frühere Außenminister Joschka Fischer (Grüne) hat den Einsatz von zwei Agenten des Bundesnachrichtendienstes (BND) während des Irak-Kriegs 2003 in Bagdad verteidigt. Die Männer seien geschickt worden, damit Deutschland "nicht von den Informationen anderer abhängig" gewesen sei, sagte Fischer gestern im BND-Untersuchungsausschuss des Bundestages. Zu den Aussagen ehemaliger US-Generale, die BND-Informationen seien "unbezahlbar" gewesen und hätten entscheidend bei der Kriegsführung geholfen, sagte Fischer, dies seien "Küsse voller Gift". Damit meinte er, dass sich die USA für die Anti-Kriegs-Haltung der rot-grünen Regierung rächen wollten. Fischer stützte so seinen Nachfolger, den damaligen Kanzleramtsminister und heutigen SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier. Der sprach im Ausschuss von "aberwitzigen Vorwürfen", die auch mit dem bevorstehenden Wahlkampf zu tun hätten.




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