Gute Noten für Schwarz-Grün
Erfolg durch Ole und die SPD
Glückwunsch, Schwarz-Grün! Zwar wird das ungewöhnliche Bündnis von Krisen um Moorburg, HSH Nordbank und Elbphilharmonie geschüttelt. Dennoch hat die...
Glückwunsch, Schwarz-Grün! Zwar wird das ungewöhnliche Bündnis von Krisen um Moorburg, HSH Nordbank und Elbphilharmonie geschüttelt. Dennoch hat die Koalition nach der jüngsten Abendblatt-Umfrage ihren Vorsprung gegenüber der rot-roten Opposition sogar ausgebaut. Auch den Grünen hat die exotische Politehe nicht geschadet - allen geschluckten Kröten und nachfolgenden Unkenrufen zum Trotz. Das Geheimnis des schwarz-grünen Erfolges hat dabei zwei kurze Namen: Ole und SPD.
Bürgermeister von Beust ist weitaus beliebter als die Politik, für die er steht. Bei der Bewertung des Gesamtsenats kommt die Koalition eher mäßig weg. Ihrem Bürgermeister aber stellen fast drei Viertel ein positives Zeugnis aus. Das heißt: Er allein ist der Garant guter Wahlergebnisse.
Hinzu kommt, dass die Hamburger angesichts des Zustandes der SPD keine Alternative sehen. Ihr Absturz um drei Prozentpunkte seit Februar zeigt, wie sehr das Hessen-Hickhack und das Eimsbüttler Kandidaten-Chaos den Genossen schaden.
Zurücklehnen kann sich die CDU allerdings nicht. Denn auf eine zentrale Frage hat sie keine überzeugende Antwort: Wer kommt nach König Ole (der wohl spätestens nach der nächsten Wahl abtreten wird)? Dem als Thronfolger gehandelten Finanzsenator Michael Freytag stellen die Wähler ein schlechtes Zeugnis aus. Das dürfte die in der CDU längst laufende Nachfolgedebatte kräftig befeuern.



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