Kommentar: Streit um Versuchsendlager Asse
Mit Atommüll spielt man nicht
Sie haben alle gar nicht so genau wissen wollen, was im atomaren Versuchsendlager Asse passiert: nicht die Atomaufsicht in Hannover, nicht die Atomaufsicht in Berlin und auch nicht das Wissenschaftsministerium. Die Folge: Bergleute und Forscher haben in dem ehemaligen Salzstollen jahrzehntelang mangelhaft kontrolliert, haben so gehandelt, wie es im Bergbau häufig vorkommt - nach Erfahrungswerten über den Daumen. Genau das aber taugt nicht, wenn es um die sichere Endlagerung von Atommüll geht und damit um einen Zeitraum von Hunderttausenden von Jahren. Darum muss das Schwarze-Peter-Spiel um Zuständigkeiten beendet werden. Allein das Bundesumweltministerium verfügt über den Sachverstand, um ein transparentes Verfahren zur Schließung nach Atomrecht durchzuziehen. Es darf nicht passieren, dass am Ende die zweitbeste Lösung gewählt werden muss, weil das Bergwerk einzustürzen droht. Es wäre dies eine Bankrotterklärung der deutschen Atompolitik, die stets betont hat, Sicherheit habe immer Vorrang.



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