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Deutschland

100 zusätzliche Wissenschaftler für Hamburger Klimaforschung

"Durch den Zuschlag für unser Exzellenz-Cluster können wir den KlimaCampus Hamburg, das Netzwerk der Klimaforschung mit seinem Zentrum an der Bundesstraße, weiter ausbauen. Wir werden neue Forschungsgruppen etablieren und mehr Doktoranden ausbilden", sagte Prof. Martin Claußen, Direktor des Max-Planck-Instituts für Meteorologie (MPI-M), dem Abendblatt. Claußen ist Sprecher des Klimaforschungsprogramms CLiSAP, mit dem sich 18 Institute der Uni Hamburg, das MPI-M, das GKSS Forschungszentrum Geesthacht und das Deutsche Klimarechenzentrum erfolgreich um die Exzellenzförderung beworben hatten.

Mehr als 100 zusätzliche Wissenschaftler werden die Hamburger Klimaforschung nun stärken. Eine neue Graduiertenschule, die Klimathemen aus verschiedenen Disziplinen fachübergreifend lehrt, wird die Ausbildung von Nachwuchsforschern weiter verbessern. Bis zu elf Junior-Professuren sollen hochkarätigen Nachwuchs an Hamburg binden oder in die Stadt holen.

Das Kürzel CLiSAP steht für Integrierte Klimasystem-Analyse und -Vorhersage, so der deutsche Projektname. Die genauere und umfassendere Modellierung des Klimasystems ist einer von vier Themenschwerpunkten. Ein zweiter sind die regionalen Folgen des Klimawandels im europäischen Raum. Wetter- und Klimaprognosen bis hin zu Jahreszeitenprognosen sowie Klimavorschauen über das Jahr 2100 hinaus will CLiSAP vorantreiben. Der vierte große Bereich sind die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Atmosphäre. Hier geht es vor allem um die Suche nach kritischen Schwellenwerten des Klimasystems, bei deren Überschreitung bestehende Gleichgewichte instabil werden.

"CLiSAP wird wie bisher eng mit außeruniversitären Partnern, etwa dem Deutschen Wetterdienst, der Bundesanstalt für Wasserbau und dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie, zusammenarbeiten", so Claußen. "Diese Kooperationen und die langjährige Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen der Klimaforschung sind sicherlich ein Trumpf unseres Clusters. Ein zweiter ist das Deutsche Klimarechenzentrum. Die Hauptgesellschafter sind die Max-Planck-Gesellschaft und die Stadt Hamburg, die wichtigsten Nutzer das MPI-M und die Universität - zwei Institutionen, die auch bei CLiSAP federführend sind."hi

 

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