Kritik des Bundeswehr-Inspekteurs
Bei Soldaten nicht noch mehr sparen
Kommentar
Wolfgang Schneiderhan gilt als besonnen und zurückhaltend. Das macht den Vier-Sterne-General nicht unbedingt zu einem typischen Repräsentanten seines Berufsstands. Umso genauer sollten Verteidigungs- und Finanzminister auf die jüngsten Warnungen des Generalinspekteurs hören.
Schneiderhan weist deutlich darauf hin, dass zu viel Geld in Rüstungsprojekten steckt und zu wenig für den operativen Einsatz und die Ausbildung der Truppe da ist. So geht es schon seit Jahren. Die maroden Kasernen sind dafür nur ein Beleg.
Umzusteuern ist eine Frage des politischen Willens. Österreich macht es gerade vor. Dort wird die Beschaffung des Eurofighters noch einmal überdacht - wenn auch vor dem Hintergrund einer Korruptionsaffäre.
Wenn Finanzminister Peer Steinbrück nicht mehr Geld für die Truppe lockermacht, gehören alle Beschaffungen auf den Prüfstand. Denn niemand kann wollen, dass bei den Soldaten noch mehr gespart wird.



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