Mittwoch, 15. Februar 2012, 01:48

Abendblatt als Startseite | Aboservice | E-Paper

www.abendblatt.de

  • E-Mail
  • Singles
  • Branchenbuch
  • Jobs Hamburg
  • Immobilien Hamburg
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Rechner
  • Ticket kaufen

Deutschland

Opposition will Hamburger Heroin-Projekt retten

BERLIN. Die Opposition im Bundestag hat gestern einen Gruppenantrag zur Heroinvergabe auf Rezept auf den Weg gebracht. Er sieht vor, Schwerstabhängige unter strengen Voraussetzungen mit dem synthetischen Heroin Diamorphin zu versorgen. Sprecher von FDP, Grünen und Linksfraktion riefen die Koalitionsfraktionen dazu auf, den Fraktionszwang in dieser Frage aufzuheben. Die Abgeordneten von SPD und Union sollten dabei helfen, die nötigen rechtlichen Grundlagen für die Heroinvergabe auf Rezept zu schaffen.

Bisher haben 145 Abgeordnete aus dem Oppositionslager den Antrag unterzeichnet. Damit er eine Mehrheit bekommt, müssten rechnerisch zwei Drittel der SPD-Parlamentarier mitstimmen. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) zeigte sich gestern äußerst zurückhaltend. Sie setze weiter auf eine Einigung innerhalb der Koalition, sagte sie in Berlin.

Die Ausnahmegenehmigung für die Abgabe von pharmazeutisch hergestelltem Heroin an derzeit 270 Schwerstabhängige läuft Ende Juni aus. Die Unionsfraktion im Bundestag vereinbarte im Februar mit den CDU-regierten Bundesländern Hamburg und Hessen, nur die laufenden Heroinprojekte bis 2009 fortzusetzen, aber keine neuen zuzulassen. Dieser Kompromiss ist nach Ansicht der SPD unzureichend. Damit Diamorphin vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte als Medikament zugelassen werden kann, müsste zunächst das Betäubungsmittelgesetz entsprechend geändert werden.AFP

 

Artikel versenden

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus