Zu wenig Rente
Träumen hilft nicht weiter
Kommentar
Es ist kein Wunder, dass sich die Bundesbürger beim Thema Altersvorsorge trotz besserer Einsicht nach wie vor passiv verhalten. Wer heute seine berufliche Karriere als Dauerpraktikant startet, sich dann von einem befristeten Arbeitsverhältnis zum nächsten hangelt und spätestens mit 50 schon wieder damit rechnen muss, auf dem Abstellgleis zu landen, der tut sich schwer, jeden Monat brav einen festen Betrag für die Rente zu sparen.
Viele Vorsorgemodelle orientieren sich aber immer noch an der bruchlosen Erwerbsbiografie der 50er-Jahre, die heute längst der Vergangenheit angehört. Sie müssen vielmehr so gestaltet werden, dass auch derjenige, der aus beruflichen oder familiären Gründen eine Weile nichts für seine Vorsorge tun kann, nicht benachteiligt wird.
Daneben bedarf es aber auch der Einsicht aller, dass es ohne eine private Altersvorsorge nicht geht. Sich selbst etwas vorzumachen und von einem Leben im vermeintlich günstigeren Ausland zu träumen hilft da nicht weiter.



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