BERLIN. Die Arbeitnehmer in Deutschland melden sich immer seltener krank. Im vergangenen Jahr lag der Krankenstand bei 3,29 Prozent. Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte diese von der "Welt" genannte vorläufige Zahl, wonach die durchschnittliche Fehlzeit der Beschäftigten bei 7,2 Tagen lag. 2005 betrug der Krankenstand 3,66 Prozent der Sollarbeitszeit. Die Statistik des Ministeriums umfasst die Krankenstände der Arbeitnehmer aller gesetzlichen Krankenkassen.
Damit wäre 2006 die Krankenstandsquote in Deutschland auf dem niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung. Im Westen hätte sie das niedrigste Niveau seit Einführung der Lohnfortzahlung im Jahr 1970 erreicht. Arbeitsmarktexperten nennen laut "Welt" als einen wichtigen Grund die Angst, den Job zu verlieren. Insgesamt seien die Krankenstände in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 20 Prozent zurückgegangen (1997: 4,19 Prozent).













