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Deutschland

Heimkinder wollen als Opfer gelten

BERLIN. Neun ehemalige Heimkinder aus kirchlichen und staatlichen Erziehungsheimen haben vor dem Bundestags-Petitionsausschuss über ihre Erfahrungen gesprochen. Der "Verein ehemaliger Heimkinder" fordert in einer Petition unter anderem die Anerkennung betroffener Heimkinder als Opfer von Menschenrechtsverletzungen, die Klärung von Rentenanwartschaften aufgrund unbezahlter Arbeit sowie die Finanzierung von Langzeittherapien. Zwischen 1950 und 1970 wurden Hunderttausende Kinder und Jugendliche in rund 3000 Heimen erzogen. Rund 80 Prozent der Heime waren kirchliche Erziehungsanstalten. Nach Angaben des Deutschen Caritasverbandes haben sich nach Medienberichten über die Misshandlung ehemaliger Heimkinder rund 40 Betroffene beim Verband gemeldet. Caritas-Sprecherin Claudia Beck sagte, die Einrichtungen und Dienststellen der Caritas seinen angewiesen, Bescheinigungen über mögliche Rentenansprüche auszustellen.sap, KNA

 

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