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Deutschland

Aussichten für 2007 bleiben optimistisch

NÜRNBERG/BERLIN. Der Bundesarbeitsminister feierte den "goldenen November" und nicht einmal die Opposition hatte Grund, der Großen Koalition Wasser in den Jubel-Wein zu gießen. Der Rückgang der Arbeitslosenzahl unter die Viermillionengrenze - 89 000 weniger als im Oktober - verblüffte selbst die Experten. Der Chef der Arbeitsagentur (BA), Frank-Jürgen Weise rechnet mit einer positiven Entwicklung auch für das kommende Jahr. Weise sagte, der Rückgang gehe "in erster Linie" auf die robuste Konjunktur zurück, wodurch zahlreiche neue Arbeitsplätze entstanden seien. Außerdem habe die BA deutliche Erfolge bei der Vermittlung von Arbeitslosen.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände forderten die Regierung auf, den Schwung am Arbeitsmarkt für weitere Verbesserungen der Bedingungen für Unternehmen zu nutzen. Das bringe wieder neue Arbeitsplätze, erklärte BDI-Präsident Jürgen Thumann.

Die Arbeitslosenstatistik war zum Januar 2005 noch unter der rot-grünen Bundesregierung schlagartig um etwa 400 000 erhöht worden, weil Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zusammengelegt wurden. Theoretisch müssten also im Vergleich zu 2005 jetzt noch weniger Menschen arbeitslos sein. "Das wäre großartig, wenn man die abziehen könnte, aber das geht nicht", sagte BA-Sprecher Heinz Oberlach. "Diese 400 000 stecken heute nicht mehr in der Statistik drin, weil sie inzwischen keinen Anspruch auf Leistungen haben, eine Rente beziehen oder aus anderen Gründen."

Der Ausbildungspakt ist nach Ansicht der Initiatoren ein Erfolg. Mittlerweile haben 21 600 von 49 500 der noch Ende September unversorgten Jugendlichen einen Ausbildungsplatz oder eine Qualifizierungsmaßnahme gefunden. Trotzdem liegt die Zahl der noch nicht vermittelten Bewerber um 4100 über den Vergleichsdaten des Vorjahres. Auch in diesem Jahr werde das Ziel erreicht, jedem ausbildungswilligen Jugendlichen ein Arbeits- oder oder Qualifizierungsangebot zu machen.ryb

 

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