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Deutschland

Wachstum stärker als in USA - weniger als 4 Millionen ohne Job

BERLIN. Die gute Konjunktur und das milde Herbstwetter haben die Zahl der Arbeitslosen weiter nach unten gedrückt. Erstmals seit fünf Jahren ist in einem November die Marke unter die Viermillionengrenze auf 3,995 Millionen gefallen. Doch damit nicht genug. Es gibt deutlich mehr offene Stellen (806 000) als im vergangenen Jahr, mehr Arbeitnehmer, die in die Sozialversicherung einzahlen, und ein Wirtschaftswachstum, das im letzten Quartal 2006 (3,4 Prozent) sogar das der USA überflügeln wird.

"Deutschland hat sich in puncto Wachstum klar an die Spitze unter allen G-7-Staaten gesetzt", sagte der Chefvolkswirt der Postbank, Marco Bargel. Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßte die "sehr erfreuliche Entwicklung". Die Bundesregierung betrachtet den Trend auch als ihr Verdienst.

Allerdings tragen zum Rückgang der Arbeitslosigkeit auch 50 000 mehr Ein-Euro-Jobber bei. Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt hat sich zwar verbessert. Doch noch immer sind 28 000 Schulabgänger nicht vermittelt. Nach einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung geht die Schere zwischen denen, die vom Arbeitseinkommen leben, und denen, die von Firmengewinnen oder ihrem Vermögen leben, immer weiter auseinander. Die Kauflaune der Deutschen scheint nach einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung aber wieder zu steigen.

 

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