100 000 Geduldete könnten profitieren
In Deutschland leben rund 190 000 geduldete Zuwanderer ohne reguläres Bleiberecht. Aus humanitären Gründen können sie jedoch nicht ins Heimatland abgeschoben werden. Sie erhalten nur eine bis zu sechs Monaten gültige Aufenthaltsgenehmigung, die beliebig häufig erteilt werden kann. Etwa 100 000 von ihnen waren am 30. Juni 2006 seit über sechs Jahren in Deutschland, davon 69 000 länger als acht und etwa 54 000 länger als zehn Jahre. Ein Arbeits-Angebot erhalten sie nur, sofern bereits Deutsche, EU-Bürger oder andere Aufenthaltsberechtigte abgelehnt haben. Die Flüchtlinge kommen vor allem aus folgenden Ländern: Serbien und Montenegro: 42 876; Jugoslawien: 18 652; Türkei: 12 614; Irak: 10349; Syrien: 6764; Afghanistan: 5864; Vietnam: 5730; Libanon: 5464; Iran: 5462; Bosnien u. Herzegowina: 5078; Russland: 4428; China: 4473. Der Anteil der geduldeten Zuwanderer an den in Deutschland lebenden 6,7 Millionen Ausländern beträgt 2,77 Prozent. Er verteilt sich folgendermaßen: Baden-Württemberg: 1,95 %; Bayern: 1,19 %; Berlin: 2,46 %; Brandenburg: 7,52 %; Bremen: 4,16 %; Hamburg: 3,97 %; Hessen: 1,92 %; Mecklenburg-Vorpommern: 8,05 %; Niedersachsen: 5,13 %; Nordrhein-Westfalen: 3,31 %; Rheinland-Pfalz: 2,09 %; Saarland: 2,82 %; Sachsen: 5,21 %; Sachsen-Anhalt: 11,21 %; Schleswig-Holstein: 2,29 %; Thüringen: 7,07 %.



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