Morddrohung? Beck verklagt Satire-Zeitung
BERLIN. Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck hat sein juristisches Vorgehen gegen ein Titelbild mit seinem Foto in der Satirezeitschrift "Titanic" verteidigt. Wenn ein Mensch als Bestie bezeichnet werde, die jetzt abgeschossen werden solle, habe dies wenig mit Humor zu tun, sagte Beck.
"Titanic" hatte auf der jüngsten Titelseite das Porträt Becks mit dem Text veröffentlicht: "Problembär außer Rand und Band - Knallt die Bestie ab!" Gegen die Verbreitung dieses Titels erwirkte Beck am Freitag beim Hamburger Landgericht eine einstweilige Verfügung. Beck: "Wenn in einer solchen Weise Persönlichkeitsrechte tangiert sind, haben wir uns immer dagegen gewehrt."
Die "Titanic"-Chefredaktion sagte, der Titel sei nicht als Aufforderung zu verstehen, den SPD-Vorsitzenden zu erschießen. "Wir wollen die ganze Grausamkeit des bayerischen Umgangs mit dem Problembären darstellen, indem wir einen hochlebendigen und brummzufriedenen Bären zeigen", hieß es.
Die SPD erwartet nun nach Worten von Parteisprecher Lars Kühn, daß gegen die "Titanic" eine Geldstrafe verhängt wird.



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