BERLIN. Die Uno-Menschenrechtskommission läßt jetzt durch einen Sonderberichterstatter das deutsche Bildungssystem untersuchen. Mit dem weltweiten Pisa-Test waren Deutschland schwere Versäumnisse bei der Chancengleichheit in der Bildung und der Förderung von Migrantenkindern bescheinigt worden. Der Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung, Vernor Munoz, der beim Büro des Hohen UN-Kommissars zur Wahrung der Menschenrechte in Genf angesiedelt ist, startet am 13. Februar seine Inspektion durch Deutschland.

Munoz wird bei seiner siebentägigen Reise durch Deutschland mit Ministerien, Behörden, Forschungsinstituten und Bildungsorganisationen sprechen sowie Schulen und Kindergärten besuchen. Dabei soll besonders auf die Situation von Migrantenkindern sowie von Schülern aus einkommensschwachen Elternhäusern und auch Behinderten eingegangen werden. Weitere Themen sind die Vorschulerziehung, Studienmöglichkeiten sowie die Behandlung des Menschenrechtsthemas im Unterricht.

Zuletzt waren im Auftrag der Uno-Menschenrechtskommission Berichte über das Recht auf Bildung in Botswana, Kolumbien, Indonesien sowie Nordirland, China und den USA vorgelegt worden.dpa