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Deutschland

Der nächste große Terrorprozeß in Deutschland

In Deutschland steht der nächste große Terrorprozeß bevor: Generalbundesanwalt Kay Nehm hat Anklage gegen zwei mutmaßliche Mitglieder und einen mutmaßlichen Unterstützer des Terrornetzwerks al-Qaida vor dem Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf erhoben.

Einer der Beschuldigten mit persönlichen Kontakten zu Osama bin Laden soll neue Mitglieder für Selbstmordanschläge in Europa rekrutiert, ein anderer einen Anschlag im Ausland geplant haben. Außerdem sollen die drei versucht haben, durch Betrügereien und Wirtschaftskriminalität Geld für al-Qaida zu beschaffen. Das Verfahren wird voraussichtlich im Frühjahr 2006 vor dem Staatsschutzsenat des OLG beginnen.

Bei den Angeklagten handelt es sich um Ibrahim Mohamed K. (30) aus Mainz, der vermutlich syrischer Staatsangehöriger ist, sowie die Brüder Yasser Abu S. (32) aus Bonn und Ismail Abu S. (28) aus Marburg. Die beiden sind den Angaben zufolge staatenlose Palästinenser.

Ibrahim Mohamed K. soll bereits vor dem 11. September 2001, dem Terroranschlag in New York, eine Ausbildung in Trainingslagern von al-Qaida in Afghanistan besucht und sich dort bis Juli 2002 an Kämpfen gegen US-Militärkräfte beteiligt haben. Er sei in die Kommandostruktur mit Kontakten bis hin zur Führungsspitze und bin Laden "mitgliedschaftlich eingebunden" gewesen.ap

 

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