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Deutschland

Warum nicht von Sachsen lernen?

Kommentar: Pisa-Konsequenzen

Das könnte der quälenden Schulreformdebatte in Hamburg einen Ruck geben: Der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Robert Heinemann schlägt das sächsische Modell für eine Schulreform vor.

Die Hamburger Vielfalt, die häufig Unübersichtlichkeit bedeutet, würde durch ein radikal einfaches System ersetzt: In Sachsen gibt es nur Gymnasien und die sogenannten Regel- oder Mittelschulen. Warum nicht von den Sachsen lernen? Das Bundesland ist der Aufsteiger der Saison im Pisa-Ländervergleich, der gestern vorgestellt wurde.

Seit Jahrzehnten stehen sich in der Hamburger Schulpolitik - und nicht nur hier - zwei Lager gegenüber: Die einen halten am dreigliedrigen Schulsystem fest, die anderen sehen in der Gesamtschule die beste Schulform. Nach Jahren des ideologischen Grabenkampfes gibt es zwar eine friedliche Koexistenz beider Systeme. Genutzt hat sie beiden nicht: Auf der einen Seite fristet die Hauptschule ein Schattendasein und produziert viele Schulverlierer. Auf der anderen Seite hat die Gesamtschule die in sie gesetzten Hoffnungen nicht erfüllen können. Der Anteil leistungsstarker Schüler ist zu gering.

Der Charme des Vorschlags aus den CDU-Reihen: Die Konservativen geben das sture Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem auf. Die Kehrseite: Nun müssen auch die Bildungspolitiker von SPD und GAL bereit sein zum Überprüfen eigener Positionen.

Zu bedenken ist aber, daß viele Eltern die Trennung nach der vierten Klasse nicht wollen und ihre Kinder auf eine Gesamtschule schicken, um sich alle Abschlußchancen offenzuhalten.

 

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