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Deutschland

Das verdienen Hamburgs Arbeiter und Angestellte

Hamburg. Besonders schlecht sind in Hamburg laut Tarif die Friseure gestellt. Wer ausgelernt hat, bekommt nach Angaben der Gewerkschaft Ver.di im ersten Berufsjahr gerade einmal 822 Euro brutto im Monat. Ein Lehrling muss im ersten Ausbildungsjahr gar mit 256 Euro im Monat auskommen. "Die Bezahlung ist so schlecht, dass in dieser Berufsgruppe vor allem Auszubildende genommen werden, bei denen die Eltern noch etwas zuschießen können", sagt Ver.di-Sprecherin Sabine Bauer dem Abendblatt.

Ein festangestellter Kellner wird nach Tarif hingegen schon deutlich besser bezahlt. Er steigt nach der Ausbildung mit 1297 Euro ein. Ein Koch, der in einer kleinen Gaststätte allein hinterm Herd steht, geht mit 1467 Euro nach Hause, wobei etwaige Zuschläge für die ungünstigen Arbeitszeiten nicht mit eingerechnet sind. Ein Bäcker startet nach der Lehre laut der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten mit 1700 Euro.

Ein Kaufmännischer Angestellter im Reisebüro verdient in der Hansestadt nicht ganz so gut und steigt nach der Ausbildung mit 1397 Euro ein. Mit langjähriger Berufserfahrung ist maximal ein Tarifgehalt von 3673 Euro drin.

Ebenfalls im Mittelfeld bei den Gehältern liegen Arzthelferinnen, die wie in anderen westlichen Bundesländern auch zwischen 1300 und knapp 2000 Euro verdienen. Ein Briefzusteller bei der Post bekommt bundeseinheitlich zwischen 1500 und gut 1900 Euro. Die Deutsche Bahn zahlt ihren Lokführern im Westen einen Lohn von 1689 bis 2037 Euro, wie aus einer Übersicht des Tarifarchivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung hervorgeht.

Am oberen Ende der Tarifskala rangieren die Angestellten aus dem Banken- und Versicherungsgewerbe. Wer in der Schalterhalle einer Bank arbeitet, kann in Hamburg laut Ver.di zu Beginn mit einem Grundgehalt von 2018 Euro rechnen. Bis zu 3777 Euro bekommt laut Ver.di ein leitender Angestellter.

Hoch sind die Löhne aber auch in Teilen der Industrie. So verdient etwa ein Hamburger Bierbrauer, der gerade ausgelernt hat, schon 2529 Euro brutto im Monat. Hat er viel Verantwortung und bedient etwa im Sudhaus der Brauerei die elektronischen Steuerungsanlagen, so landet er schnell bei einem Monatslohn von 2779 Euro. (bob)

 

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