Urabstimmung
Große Mehrheit niedergelassener Ärzte stimmt für Streik
In einer Urabstimmung hat sich die Mehrheit der niedergelassenen Ärzte für Warnstreiks entschieden. Ergebnis im Streit um höhere Honorare.
Berlin. Die 130.000 niedergelassenen Ärzte wollen mit Praxisschließungen und Warnstreiks gegen das aus ihrer Sicht zu magere Ergebnis der Honorarverhandlungen protestieren. Eine Urabstimmung brachte nach Angaben aus Kreisen der freien Ärzteverbände vom Donnerstag eine überwältigende Zustimmung zu den Protestmaßnahmen. Diese sind noch für September geplant. Das Ergebnis der Abstimmung soll offiziell am Mittag in Berlin bekanntgegeben werden.
Den Patienten droht damit, dass ein großer Teil der Arztpraxen zeitweise geschlossen bleibt. Die Proteste der Ärzte richten sich gegen die gesetzlichen Krankenkassen. Die Mediziner beklagen, dass geplante Honorarsteigerungen fürs kommende Jahr zu gering ausfielen.
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Gut 270 Millionen Euro mehr soll es 2013 für die rund 150 000 Praxisärzte und Psychotherapeuten geben. Dazu kommen voraussichtlich noch einige hundert Millionen Euro durch noch ausstehende Beschlüsse. Der Erweiterte Bewertungsausschuss von Ärzten, Kassen sowie unabhängigen Sachverständigen kommt an diesem Samstag erneut zusammen. In diesem Gremium werden die Honorare ausgehandelt. Gefordert hatten die Ärzte 3,5 Milliarden Euro zusätzlich.
Mit Material von reuters und dpa















