Deutsche U-Boote für Ägypten? Kein Kommentar in Berlin
Berlin. Die Bundesregierung hat Berichte über eine Störung der deutsch-israelischen Beziehungen wegen des angeblichen Verkaufs deutscher U-Boote an Ägypten zurückgewiesen. "Es hat sich nichts geändert an der deutschen Haltung zu Israel, an der Verpflichtung, die die Bundesregierung für die israelische Sicherheit empfindet", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert gestern in Berlin.
Zuvor hatte die israelische Zeitung "Jediot Achronot" unter Berufung auf Regierungskreise in Tel Aviv über eine "dramatische Verschlechterung der Beziehungen zwischen Israel und Deutschland" berichtet. Hintergrund: Der ägyptische Marine-Kommandeur hatte einer staatlichen Zeitung gesagt, dass ein Abkommen über die Beschaffung zweier deutscher U-Boote für Ägypten geschlossen worden sei.
Seibert wollte sich dazu unter Hinweis auf die Geheimhaltungspflicht im Bundessicherheitsrat nicht äußern. "Wir halten uns an die vorgeschriebene Geheimhaltung, und die betrifft die Tagesordnung, die Beschlüsse und sogar auch das Abstimmungsverhalten." Der Bundessicherheitsrat muss dem Export von Kriegswaffen zustimmen. Auch Israels Regierung wollte sich gestern nicht zu den Berichten über das angebliche U-Boot-Geschäft äußern.












