Entscheidung
SPD-Chef Gabriel will wegen seines Babys kürzertreten
Der erste Mann der Sozialdemokraten entscheidet sich für die Familie. Er werde künftig nicht mehr an jeder Veranstaltung teilnehmen.
Berlin. SPD-Chef Sigmar Gabriel will nach Rückkehr aus der Babypause sein weiteres Leben nicht mehr komplett der Politik unterordnen. "Ich werde nicht mehr 12 bis 16 Stunden am Tag verfügbar und unterwegs sein. Das wird nicht mehr gehen", sagte er dem Magazin "Stern". Als Vater einer kleinen Tochter könne er "natürlich nicht mehr jede Veranstaltung mitmachen, das wird nicht jeder verstehen". Einiges könne er allerdings auch von zu Hause in Magdeburg aus erledigen.
+++Kirchliche Trauung für SPD-Chef Sigmar Gabriel+++
+++Sigmar Gabriel und die etwas andere Babypause
Der SPD-Vorsitzende wies Kritik an seiner regen Medienpräsenz während seiner als Auszeit von der Politik angekündigten Babypause zurück. Man könne Interviews auch am Telefon führen und Papiere am Computer schreiben, wenn das Kind schlafe. "Wohl nur die wenigsten Eltern sitzen monatelang am Kinderbett und warten darauf, dass ihr Baby wach wird. Nachdenken übrigens ist auch mit Kindern durchaus üblich und auch nicht verboten."
Gabriel hält es für eine der ganz großen Aufgaben, Arbeit und Leben wieder mehr zu verschränken. Es müssten Modelle entwickelt werden, ohne Einkommensverluste in bestimmten Lebensabschnitten weniger zu arbeiten.
Mit Material von dpa















