Fehlende Beweise
Ermittlungen wegen Feldpost-Manipulation eingestellt
Briefe und Päckchen nach Afghanistan waren beschädigt, Speichermedien wie SD-Karten oder USB-Sticks verschwunden. Ermittlungen eingestellt.
Darmstadt. Die Ermittlungen in der sogenannten Feldpostaffäre der Bundeswehr werden eingestellt. Es gebe "keine strafrechtlich relevanten Sachverhalte", teilte die zuständige Darmstädter Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Die Briefe und Sendungen seien möglicherweise von einer Sortiermaschine der Post in Darmstadt so grob zugerichtet worden. "Eine von unbekannten Personen erfolgte Öffnung der Postsendungen ist zwar nach wie vor nicht auszuschließen, konnte aber in keiner Weise nachgewiesen werden", erklärte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde, in deren Zuständigkeitsgebiet die Feldpost-Leitstelle der Bundeswehr liegt.
Hochgekocht war die Feldpost-Affäre nach Medienberichten im Januar 2011. Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Hellmut Königshaus (FDP), hatte zuvor das Verteidigungsministerium darüber unterrichtet, dass sich Soldaten in Afghanistan bei ihm über die beschädigten Postsendungen beschwert hatten. Daraufhin wurden die Fachpolitiker des Bundestages über den Sachverhalt informiert und erste Prüfungen durch die Truppe vorgenommen. Schnell berichtete das Verteidigungsministerium, damals noch unter Leitung von Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), dass weder beim Transport in Afghanistan noch bei der Feldpost-Bearbeitung in Deutschland irgendwelche Unregelmäßigkeiten aufgetreten seien. (dpa/dapd)














