30.03.12

Schlecker-Aus

"Sprech ich chinesisch?" Kurt Beck rastet bei Illner aus

Bei Maybrit Illner konnte sich Beck nach dem Schlecker-Aus nicht beherrschen und pöbelte gegen FDP und Piraten. Illner musste einschreiten.

Von abendblatt.de
Foto: dapd
Kurt Beck pöbelte in Illners Sendung
Kurt Beck pöbelte in Illners Sendung

Mainz. Nach dem Aus für die Schleckerhilfen konnte Kurt Beck bei Maybrit Illner seine Wut nicht im Zaum halten. Er wurde laut, pöbelte herum, zum Schluss musste Maybrit Illner ihn ermahnen. Unter anderem zusammen mit FDP-Haushaltsexperte Otto Fricke und dem Piraten und Berliner Abgeordneten Christopher Lauer war der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz in der Talkshow zum Motto "Sparen als Wahlversprechen – Sind die fetten Jahre jetzt vorbei?"

Doch Beck konnte sich nicht beherrschen: "Reden Sie nicht von Zeug und Zeug, was nichts damit zu tun hat", fuhr er Fricke an. Dass er "heute so bitter wie schon lange nicht mehr in der Politik" war, konnte man Beck deutlich anmerken. "Die FDP hat sich so daneben benommen, dass ich mich dafür schäme. Ich schäme mich zutiefst, dass das Politik sein soll!", polterte er weiter. Dass er nur den Großen und nicht den Kleinen helfen würde, diesen Vorwurf konnte er, wenn auch etwas im Pooth-Stil erklärt, nicht auf sich sitzen lassen: "Sie würden bei mir ganz genauso geholfen bekommen wie ein Großer."

Doch damit nicht genug: Die Debatte schaukelte sich immer weiter auf. "Vielleicht rede ich chinesisch?" rief Beck aufgebracht nach einer Nachfrage von Pirat Lauer. Doch der entgegnete schlagfertig: "Also ich kann mandarin, ich glaube, das war deutsch."

Als Fricke ihn dann am Ärmel berührte, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen, bekam Beck endgültig einen Wutanfall: "Sie müssen mich nicht auch noch am Ärmel zerren! Bitte hören sie auf, mich am Ärmel zu zerren! So viel Distanz möchte ich heute zu Ihnen haben!" Fricke entgegnete: "Wenn ich Sie verletzt habe, tut mir das leid". Der Schlagabtausch ging weiter: "Seien Sie nicht so arrogant und von oben herunter, Sie haben gar keinen Grund, Sie haben sich voll daneben benommen heute!"

Irgendwann schritt sogar Illner ein: "Herr Beck jetzt!", ermahnte sie ihn. Aber er ließ sich nicht beruhigen: "Ja echt jetzt! Er soll sich mal benehmen lernen!" (mia)

Sehen Sie hier den Ausraster im Video

Was ist eine Transfergesellschaft?
Was ist eine Transfergesellschaft?
Eine Transfergesellschaft, wie sie derzeit für Schlecker ausgehandelt wird, ist ein Auffangbecken für zu entlassende Mitarbeiter einer zahlungsunfähigen Firma.
Dabei handelt es sich um ein extra zu diesem Zwecke gegründetes Unternehmen auf Zeit, das den Beschäftigten helfen soll, den Weg in eine neue Anstellung zu finden.
Die Mitarbeiter werden in der Zweckgesellschaft für höchstens ein Jahr aufgefangen.
Ausgehandelt wird eine Transfergesellschaft zwischen dem Betriebsrat und der Unternehmensleitung, in vielen Fällen auch dem Insolvenzverwalter.
Der Wechsel in eine solche Gesellschaft erfolgt auf freiwilliger Basis. Grundlage ist ein dreiseitiger Vertrag: Der Mitarbeiter schließt mit dem bisherigen Unternehmen einen Aufhebungsvertrag und gleichzeitig mit der Transfergesellschaft einen befristeten Arbeitsvertrag.
Das Transfer-Kurzarbeitergeld, das die Bundesagentur für Arbeit bezahlt, liegt zwar in der Höhe des normalen Kurzarbeitergeldes von etwa 60 Prozent des Gehalts, wird oft vom Unternehmen aufgestockt und kann so bis zu 100 Prozent der bisherigen Bezüge betragen.
Zudem verschiebt sich mit der Beschäftigung in einer Transfergesellschaft der Einstieg in die Arbeitslosigkeit.
Eine Transfergesellschaft ist keine Beschäftigungsgesellschaft. Ihre einzige Aufgabe besteht darin, zum Beispiel durch Umschulung und Weiterbildung, die in der Regel in einem Transfer-Sozialplan festgelegt werden, die Mitarbeiter rasch in neue Arbeitsverhältnisse zu vermitteln.
Das Geld für die Qualifizierung kommt von der Bundesagentur für Arbeit.
Bei Schlecker ist für die Transfergesellschaft ein Kredit der staatlichen Bank KfW im Gespräch, für den die Bundesländer bürgen sollen. (dapd)
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