CSU-Parteitag
Seehofer: „Koordinatensystem der CSU ändert sich nicht"
Horst Seehofer hat den 76. Parteitag der CSU in Nürnberg eröffnet. Er will einen europaskeptischen Kurs seiner Partei verhindern.
Horst Seehofer hat am Freitag den Parteitag der CSU in Nürnberg eröffnet
Foto: dapd/DAPD
Nürnberg. Der Parteitag der CSU wurde am Freitag von Horst Seehofer eröffnet. Er will einen europaskeptischen Kurswechsel seiner Partei verhindern, auch wenn der Euro-Rebell Peter Gauweiler zum stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt wird. „Das Koordinatensystem der CSU ändert sich nicht“, betonte Seehofer am Freitag, unmittelbar vor Eröffnung des CSU-Parteitags in Nürnberg. Da sei es ganz gleich, wie die Stellvertreter-Wahlen ausgingen. Generalsekretär Alexander Dobrindt eröffnete das Treffen in der Nürnberger Messehalle am Nachmittag.
Seehofer will angesichts der Schuldenkrise in der Europapolitik einen doppelten Akzent setzen: Einerseits soll sich die CSU bei dem Nürnberger Treffen als grundsätzlich proeuropäische Partei positionieren. Andererseits will die CSU erneut eine sogenannte rote Linie gegen künftige weitere Vergrößerungen der Euro-Rettungsschirme ziehen. Damit setzt sich die CSU klar vom Kurs der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ab, die am späteren Nachmittag als Gast erwartet wurde.
„Alle Länder in Europa müssen wissen: Die Zukunft kann nur mit einem stärkeren und kräftigeren Stabilitätspakt gewonnen werden“, sagte Generalsekretär Alexander Dobrindt vor Beginn. „Wer das nicht kann oder will, muss auch mit Sanktionen rechnen.“ Auch Euro-Rebell Gauweiler sagte bei seinem Eintreffen, er glaube nicht, dass man über eine Kurskorrektur reden sollte. Gauweiler hat gute Chancen, bei den Vorstandswahlen am Samstag zu einem der vier Vizes gewählt zu werden. (abendblatt.de/dpa)




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