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Deutschland

Abzug aus Deutschland?

USA wollen Stützpunkte in Rumänien errichten

Constanta. Die Spekulationen über eine geplante Verlegung amerikanischer Truppen von Deutschland nach Osteuropa wollen nicht verstummen. Wie westliche Diplomaten und rumänische Regierungsbeamte sagten, wollen die USA entgegen offiziellen Dementis bis zu 15 000 Soldaten aus Deutschland abziehen. Dafür sollten Stützpunkte in Rumänien und Bulgarien errichtet werden. Ein Pentagon-Sprecher sagte dazu, über die Nutzung dieser Stützpunkte sei noch nicht entschieden. Den Angaben der westlichen Diplomaten nach hat das Pentagon Interesse an Übungsplätzen in Rumänien und Bulgarien, auf denen das ganze Jahr hindurch trainiert werden soll. Der Trainingsbeginn sei "in Monaten, nicht in Jahren" zu erwarten. Das wäre noch vor dem offiziellen NATO-Beitritt Rumäniens und Bulgariens im Mai 2004. Bereits im April hatte ein ranghoher US-General bei einem Besuch in Bulgarien die US-Absicht erklärt, Stützpunkte in den künftigen NATO-Staaten Osteuropas zu errichten. Spekulationen über eine massive Verlagerung der in der Bundesrepublik stationierten US-Truppen nach Osteuropa wies er aber zurück. "Es sind nur Gerüchte, dass es Spannungen zwischen Deutschland und den USA gibt und dass wir Deutschland verlassen werden", sagte General General Charles Wald, Vize-Kommandeur der US-Streitkräfte in Europa, damals. Dagegen sagte jetzt ein rumänischer Regierungsvertreter, der regelmäßig ranghohe US-Beamte trifft, 15 000 US-Soldaten sollten in absehbarer Zukunft aus Deutschland abgezogen werden. Ein Diplomat erklärte, er wisse von keinem festen Zeitplan, aber "viele von ihnen werden nach Hause gehen". Mögliche Stützpunkte in Rumänien sind die Luftwaffenbasis Mihail Kogalniceanu, die die USA bereits während des Irak-Kriegs nutzten, das Trainingsgelände Babdag und der Militärhafen Mangalia am Schwarzen Meer. Mit Bulgarien verhandeln die USA über die Nutzung der Militärflughäfen Sarafowo und Graf Ignatiewo und die Trainingsgelände Koren und Nowo Selo. Die USA wollen Rumänien zudem helfen, die eigenen Energiequellen besser zu nutzen, berichtete die Nachrichtenagentur Rompres unter Berufung auf das US-Energieministerium. Rumäniens Industrieminister Dan Ioan Popescu und US-Energieminister Spencer Abraham schlossen in Washington ein entsprechendes Abkommen. Popescu erfuhr bei seiner USA-Visite viel Dank für Rumäniens pro-amerikanische Position im Irak-Krieg.ap

 

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