Deutschland kritisiert Uno-Drogenplan
Deutschland und andere europäische Staaten setzen beim Kampf gegen den Drogenmissbrauch auf die die sogenannte "harm reduction" (Schadensminderung).
Wien. Deutschland und andere europäische Staaten setzen beim Kampf gegen den Drogenmissbrauch auf die die sogenannte "harm reduction" (Schadensminderung). Gemeint ist die legale Versorgung schwer drogenabhängiger Menschen mit Ersatzdrogen oder auch Heroin. Dieses Vorgehen als festen Bestandteil des Kampfs gegen Drogen in den Aktionsplan der Vereinten Nationen (Uno) einzubeziehen, ist gescheitert.
Gegen die von mehr als 80 Ländern weltweit praktizierte "harm reduction" bei Abhängigen, bei denen auch ein Entzug gescheitert ist, sprachen sich unter anderem Russland und Italien aus. Gewisse Vorbehalte seien aber auch aus den USA gekommen, hieß es aus Teilnehmerkreisen der Versammlung der Uno-Suchtstoffkommission in Wien.
Der deutsche Uno-Botschafter Rüdiger Lüdeking erklärte, der Aktionsplan, der die Grundzüge des Kampfs gegen den Drogenmissbrauch für das nächste Jahrzehnt festschreibt, "stellt uns nicht völlig zufrieden". Nichtregierungsorganisationen befürchten, dass der Uno-Drogenplan ihre Arbeit in Zukunft eher behindern als fördern wird.



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