Umfrage in Baden-Württemberg
Jetzt auch im Ländle: Rot-Grün vor Schwarz-Gelb
Acht Monate vor der Wahl hat Ministerpräsident Mappus mit alarmierenden Umfragen zu kämpfen. Die Grünen könnten ihre Stimmen verdoppeln.
Was nun, Frau Merkel? Das große Kommen und Gehen in der CDU bereitet auch ihr Kopfzerbrechen. Dass viele der potenziell mächtigen Ministerpräsidenten die aktive Politik verlassen, spricht nicht für Teamgeist innerhalb der Union. Bundeskanzlerin Angela Merkel sitzt zwar fest im Sattel, doch die Wahlergebnisse der Bundestagswahl waren jeweils Schlappen für die CDU.
Foto: REUTERS
Stuttgart. Die schwarz-gelbe Landesregierung in Baden-Württemberg hat in einer Umfrage ihre Mehrheit verloren. Nach einer von der SPD veröffentlichten repräsentativen TNS-Infratest-Umfrage kämen die Sozialdemokraten und die Grünen auf 45 Prozent, wenn am Sonntag ein neuer Landtag gewählt würde. Die amtierende Koalition aus CDU und FDP liegt demnach nur noch bei 44 Prozent. Die Linke werde für eine Ablösung der Regierung nicht gebraucht, sagte SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel.
In Baden-Württemberg wird am 27. März 2011 ein neuer Landtag gewählt. Die CDU, die seit 1953 ununterbrochen den Ministerpräsidenten stellt und lange allein regieren konnte, fällt in der Umfrage auf 37 Prozent. 2006 hatte sie noch 44,2 Prozent der Stimmen erhalten. Ihr Koalitionspartner FDP sackt auf 7 (10,7) Prozent ab. Die SPD hält der Umfrage zufolge mit 25 (25,2) Prozent ihr Ergebnis von 2006, während die Grünen mit 20 (11,7) Prozent ihr Resultat nahezu verdoppeln. Die Linkspartei würde derzeit mit 5 Prozent in den Stuttgarter Landtag einziehen.
2011 finden in sechs Bundesländern Landtagswahlen statt. Baden-Württemberg ist darunter das einzige mit einer schwarz-gelben Koalition. Im Mai war die CDU/FDP-Regierung in Nordrhein-Westfalen abgewählt worden. Dadurch verlor die schwarz-gelbe Bundesregierung auch die Mehrheit im Bundesrat. Auch in Umfragen im Bund liegt Rot-Grün derzeit vor Schwarz-Gelb.




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