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Deutschland

Schwarz-Gelbe Atompolitik

Politische Feigheit: Röttgen kritisiert Trittin und Gabriel

Es sei zu leicht, die Regierung für die ungeklärte Frage der Entlagerung des Atommülls verantwortlich zu machen.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen auf einer Pressekonferenz.
Foto: dpa/DPA

Berlin. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat Kritik an der schwarz-gelben Atompolitik zurückgewiesen und seinen Amtsvorgängern „politische Feigheit“ vorgeworfen. Es sei von Jürgen Trittin (Grüne) und Sigmar Gabriel (SPD) feige gewesen, für die weitere Erkundung des Gorlebener Salzstocks als atomares Endlager ein zehnjähriges Moratorium zu verhängen, sagte Röttgen am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. Beide machten es sich zu leicht, wenn sie nun wie am Wochenende bei der Anti-Atom- Menschenkette die Regierung dafür verantwortlich machten, dass die Frage der Endlagerung von Atommüll ungeklärt sei.

Gabriel wies die Vorwürfe zurück. Die Vorfestlegung in den 80er Jahren auf Gorleben sei eine politische Entscheidung gewesen, die nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen gegründet habe. Röttgen wie auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnten es ab, Gorleben mit anderen möglichen Standorten zu vergleichen. „Und zwar aus Feigheit in Bayern und Baden-Württemberg, die am lautesten nach längerer Laufzeit ihrer Atomkraftwerke rufen, aber zu viel Angst haben, dann bei sich zu Hause die geeigneten Standorte überprüfen zu lassen“, sagte der heutige SPD-Vorsitzende. dpa/abendblatt.de

 

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