IT-Gipfel in Stuttgart
Regierung will Internet-Nutzer zum Virenschutz zwingen
Hamburg/Stuttgart. Der Staat sagt der wachsenden Kriminalität im Internet den Kampf an. Auf dem IT-Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Stuttgart wurde gestern ein Pflicht-Virenschutz vorgestellt, der in Europa beispiellos ist. Künftig sollen virenverseuchte Rechner schon beim Einwählen ins Internet auf eine Seite umgeleitet werden, die Hilfe anbietet. Nutzer, die diese Hilfe verweigern, könnten möglicherweise auch mit Sanktionen belegt werden.
"Es geht nicht darum, die privaten Daten auszuspionieren", sagte die Sprecherin des Internetverbandes eco, Katrin Mallener, dem Abendblatt. "Aber die Viren und eingeschleusten Programme richten großen Schaden an, ohne dass die Internetnutzer das merken." Jeder zweite Deutsche ist laut Branchenverband Bitkom im Netz schon einmal mit kriminellen Machenschaften konfrontiert gewesen.



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